Abfall gab es schon immer und wird es immer geben. Ging es früher nur darum, den Müll von der Straße zu holen und zu entsorgen, spielen heute die Themen Recycling, Verwertung und Abfallvermeidung eine zentrale Rolle.
Recycling in Zahlen: 4 Stoffströme, 4 Aha-Momente
Recycling kann viel mehr, als man auf den ersten Blick denkt. Hinter Bioabfall, Plastik, Altpapier und Elektroschrott stecken Rohstoffe, Energie und riesige Chancen für den Klima- und Ressourcenschutz. Genau das zeigen unsere Themenseiten „Recycling in Zahlen“ mit spannenden Fakten, überraschenden Vergleichen und Zahlen, die im Kopf bleiben.
Inhaltsverzeichnis
Bioabfall: 16,01 Millionen Tonnen organische Abfälle in Anlagen
Bioabfall ist viel mehr als Küchenrest. 2023 wurden in Deutschland 16,01 Millionen Tonnen organische Abfälle in Kompostierungs- und Vergärungsanlagen behandelt.[1] Darunter sind neben Biotonnenabfällen auch Garten- und Parkabfälle, Speiseabfälle und organische Reste aus Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. Das zeigt, wie groß das Potenzial von Bioabfall wirklich ist – für Kompost, Biogas, Strom und Wärme.
Mehr Zahlen zu Biomüll, Biotonne, Kompost und Biogas
Plastik: 430,9 Millionen Tonnen Kunststoff in nur einem Jahr
Die weltweite Kunststoffproduktion ist auf 430,9 Millionen Tonnen im Jahr 2024 gestiegen. Seit den 1950er Jahren wurden insgesamt 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert. Ein Großteil davon ist längst Abfall. Die Zahlen machen deutlich: Plastik ist ein nützlicher Werkstoff – aber auch eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit.[2]
Mehr Zahlen zu Plastik, Plastikmüll und Kunststoffrecycling
Altpapier: Recyclingpapier spart rund 80 Prozent Wasser
Altpapier ist ein echter Recycling-Klassiker – und trotzdem voller Überraschungen. Besonders eindrucksvoll ist der Wasservergleich: Für 1 Kilogramm Recyclingpapier werden nur 11 Liter Wasser benötigt, für Primärfaserpapier dagegen 50 Liter. Das bedeutet eine Ersparnis von rund 80 Prozent. Gleichzeitig ist Altpapier heute der wichtigste Rohstoff der deutschen Papierindustrie.[3, 4]
Mehr Zahlen zu Altpapier, Recyclingpapier und Papierverbrauch
Elektroschrott: 195 Millionen alte Handys liegen ungenutzt herum
Elektroschrott ist einer der am schnellsten wachsenden Abfallströme in Europa. Besonders krass: In deutschen Haushalten lagern aktuell rund 195 Millionen alte Handys und Smartphones.[5] Darin stecken wertvolle Rohstoffe, die längst wieder im Kreislauf sein könnten. Gleichzeitig wurden im Jahr 2023 in Deutschland 906.121 Tonnen Elektroaltgeräte gesammelt – bei einer Sammelquote, die noch immer deutlich unter dem EU-Ziel liegt.[6]
Mehr Zahlen zu Elektroschrott, Altgeräten und Rohstoffen
Recycling in Zahlen: Was in unserem Müll wirklich steckt
Ob Biomüll, Plastik, Altpapier oder E-Schrott: In all diesen Stoffströmen steckt weit mehr als viele im Alltag vermuten. Was oft achtlos weggeworfen wird, kann zu Kompost, neuer Energie, wertvollen Rohstoffen oder neuen Produkten werden. Genau das macht unsere Reihe „Recycling in Zahlen“ so spannend: Sie zeigt mit überraschenden Fakten und starken Zahlen, dass Müll nicht nur ein Problem ist – sondern auch Teil der Lösung sein kann.
Wer genauer hinschaut, entdeckt in unserer Welt voller Abfälle vor allem eines: enormes Potenzial. Potenzial für mehr Klima- und Ressourcenschutz. Potenzial für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Und Potenzial für ein neues Bewusstsein im Alltag. Denn richtige Trennung, kluger Konsum und gutes Recycling machen einen echten Unterschied.
Auf unserer Übersichtsseite „Recycling in Zahlen“ und auf den Detailseiten zu Bioabfall, Plastik, Altpapier und Elektroschrott zeigen wir, was in unserem Müll wirklich steckt – und warum es sich lohnt, genauer hinzusehen.
Klick dich rein und entdecke Recycling in Zahlen. Vielleicht siehst du deinen Abfall danach mit ganz neuen Augen.