Papier kann erstaunlich viel. Es verpackt, schützt, informiert, trocknet ab und begleitet uns oft, ohne dass wir groß darüber nachdenken. Vom Eierkarton bis zum Taschenbuch, von der Küchenrolle bis zum Geldschein: Papier ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Und gerade, weil wir es so oft nutzen, ist Recycling hier besonders wichtig.
Beim Papierrecycling wird das Altpapier mit Wasser aufgelöst, Fremdstoffe (zum Beispiel Heftklammern) werden aussortiert und Druckfarben entfernt. Aus dem entstehenden Faserbrei wird anschließend neues Papier hergestellt. Das schont Ressourcen: Recyclingpapier spart laut Umweltbundesamt rund 50 % Energie, 70 % Wasser und 15 % Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Frischfaserpapier. [1]
Die getrennte Erfassung von Altpapier gibt es in Deutschland bereits seit vielen Jahren. Im Papierrecycling sind wir Deutschen spitze. Das betrifft vor allem Verpackungen aus Papier: Ganze 101% aller Verpackungen aus Papier, Pappe und Kartonage (kurz: PPK) sind im Jahr 2024 in Deutschland laut Angaben des Umwelt Bundesamtes aus recyceltem Material. [2] Eine Verwertungsquote von über 100 % entsteht, weil in Deutschland mehr Altpapier in der Papierproduktion eingesetzt wird, als im gleichen Zeitraum „neues“ Papier (Frischfaserpapier) in Verkehr gebracht bzw. verbraucht wird – zusätzlich fließt Altpapier aus Lagerbeständen oder Importen in den Prozess.
Die Verwertungsquote ist in den letzten Jahren laufend gestiegen. Während wir im Jahre 1990 noch 40,2 % des Altpapiers in der Produktion verwendet haben, waren es 2024 ganze 101,3 %. [2]
Gleichzeitig zeigt sich aber auch eine andere Entwicklung: Der Verbrauch von Papier und Pappe nimmt seit Jahren zu. Ein wichtiger Grund dafür ist der boomende Online-Handel.
Papierrecycling steckt voller spannender Zahlen: von Wasser- und Energieeinsparung bis hin zu Recyclingquoten und Rohstoffverbrauch. Hier erfährst du, was Altpapier leisten kann.