Altkleider sind ein Rohstoff

Sauber. Trocken. Rein! Was du nicht mehr trägst, kann weitergegeben oder recycelt werden – wenn es sauber und trocken gesammelt wird.

Altkleider sammeln rockt

So geht’s richtig

Darf in den Altkleidercontainer

  • Saubere, trockene und tragbare Kleidung
  • Gut erhaltene Schuhe (paarweise zusammengebunden)
  • Bettwäsche, Handtücher und Tischwäsche
  • Gürtel, Mützen, Schals und Taschen
  • Je nach Kommune: auch zerschlissene, aber saubere Textilien zur stofflichen Verwertung

Darf nicht in den Altkleidercontainer

  • Nasse oder stark verschmutzte Kleidung
  • Schuhe einzeln oder stark beschädigt
  • Teppiche, Matratzen und Sitzkissen
  • Schaumstoffe und Dämmmaterialien
  • Elektrotextilien (z. B. leuchtende Schuhe oder beheizbare Kleidung)
  • Ölverschmierte, schimmelige oder mit Chemikalien belastete Textilien

Wir lieben Altkleiderrecycling

Der Weg von Alttextilien

Schritt 01
Kleidung aussortieren
Schritt 01
Kleidung aussortieren

Nicht mehr benötigte Kleidung aussortieren. Gut erhaltene, saubere und trockene Textilien getrennt sammeln. Tragbare Kleidung möglichst weitergeben oder spenden – das schont die meisten Ressourcen.

Schritt 02
Sammlung
Schritt 02
Sammlung

Die gesammelten Textilien werden über Altkleidercontainer oder andere Annahmestellen erfasst. Von dort gelangen sie gebündelt zu einem Sortierbetrieb, wo sie weiterverarbeitet werden.

Schritt 03
Sortieren und Prüfen
Schritt 03
Sortieren und Prüfen

Im Sortierbetrieb werden die Textilien nach Zustand, Material und Qualität geprüft. Dort entscheidet sich, ob ein Kleidungsstück weitergetragen oder stofflich weiterverwertet werden kann.

Schritt 04
Weitertragen oder Weiterverwerten
Schritt 04
Weitertragen oder Weiterverwerten

Gut erhaltene Kleidung wird gereinigt, aufbereitet und verkauft oder gespendet. Das schont die meisten Ressourcen. Nicht mehr tragbare Textilien werden weiterverarbeitet. Daraus entstehen beispielsweise Putzlappen, Dämmstoffe, Füllmaterial oder Recyclingfasern. Häufig handelt es sich dabei um Downcycling. Aus alten Kleidungsstücken entstehen heute nur selten wieder neue Kleidungsstücke.



Schon gewusst?

Fakten über Altkleidung

Aus alten Kleidern werden nur selten neue Kleider

62 Prozent werden weitergetragen, 26 Prozent stofflich verwertet – meist zu Putzlappen oder Recyclingfasern. Hochwertiges Textil-zu-Textil-Recycling ist bislang die Ausnahme.

Quelle: Umweltbundesamt, Stand: 26.4.2026, Aufgerufen am 14.7.2026

19 kg Neukleidung werden zu 15 kg Alttextilien

Jede Person kauft in Deutschland jährlich rund 19 kg Textilien. Etwa 15 kg landen später als Alttextilien in der getrennten Sammlung. Deshalb gilt: Kleidung möglichst lange tragen, reparieren oder weitergeben – und erst danach sauber sammeln.

Quelle: Kreislaufwirtschaft Deutschland, Aufgerufen am 15.7.2026

1 Million Tonnen Altkleider pro Jahr

In Deutschland werden jährlich rund 1 Million Tonnen Alttextilien getrennt gesammelt. Das entspricht mehr als 15 kg pro Einwohner.

Quelle: Umweltbundesamt, Stand: 31.01.2025, Aufgerufen am 15.7.2026

Fast Fashion erschwert Recycling

Fast Fashion ist nach Angabe des Bundesumweltministeriums Hauptgrund für die Krise auf dem Alttextilmarkt. Viele Kleidungsstücke bestehen heute aus Mischgeweben, Kunstfasern und minderwertigen Materialien. Dadurch wird hochwertiges Recycling deutlich erschwert.

Quelle: Umweltbundesamt, Stand: 31.01.2025, Aufgerufen am 15.7.2026

Ressourcen sparen

Für die Textilien, die jede Person in der EU jährlich kauft, werden durchschnittlich 523 kg Rohstoffe und 12 m³ Wasser benötigt. Wiederverwendung hilft, diesen Bedarf zu senken.

European Environment Agency, Stand: 26.03.2025, Aufgerufen am 14.7.2026


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